Du willst Bilder oder Videos aus dem Internet löschen? Dieser Artikel gibt einen Überblick über die konkreten Schritte, die in verschiedenen Situationen unternommen werden können, um die Verbreitung zu unterbinden und einzudämmen.
Im Zeitalter der digitalen Vernetzung, in dem sich Bilder und Informationen mit rasender Geschwindigkeit über das Internet verbreiten, ist der Schutz personenbezogener Daten und der Privatsphäre zu einem zentralen Anliegen geworden. Angesichts der enormen Datenmengen, die im Sekundentakt online gestellt und ausgetauscht werden, stellt die effektive Moderation und Kontrolle dieser Inhalte eine große Herausforderung dar.
Die Folge ist, dass unerwünschte und sensible Inhalte oft unbemerkt oder unkontrolliert im Netz zirkulieren. Dies stellt zwar eine Verletzung des Urheberrechts an Werken der bildenden Künste und der Fotografie dar (§ 22, § 33 KUG), die zur Verfügung stehenden Möglichkeiten und Maßnahmen erscheinen den Betroffenen jedoch häufig begrenzt oder nicht ausreichend verständlich.
Der Veröffentlichungsort ist bekannt
Wenn der Standort des zu entfernenden Fotos bekannt ist, können bestimmte Maßnahmen ergriffen werden:
- Die effektivste und schnellste Methode ist, wenn möglich, den Verbreiter des Bildes zu kontaktieren. Um Ihrer Forderung nach Entfernung des Materials Nachdruck zu verleihen, können Sie mit rechtlichen Schritten wie einer Anzeige drohen.
- Wenn das nicht funktioniert, können Sie sich an den Betreiber der Webseite wenden. Auf fraglichen Webseiten findet man jedoch nicht immer ein gültiges Impressum oder funktionierende Kontaktmöglichkeiten. Auf Social-Media-Plattformen gibt es Meldesysteme für die Entfernung von Bildern und Videos. In den meisten Fällen kann ein unerwünschter Beitrag gemeldet werden, indem auf die 3 Punkte und dann auf „Melden“ geklickt wird.

Genauere Anleitungen stellen jedoch die jeweiligen Plattformen selbst zur Verfügung:- Facebook: https://de-de.facebook.com/help/428478523862899– Instagram: https://help.instagram.com/2922067214679225/– TikTok: https://www.tiktok.com/legal/page/global/reporting-illegal-content/de - Zusätzlich können Sie die Sichtbarkeit und Verbreitung eindämmen, indem Sie den Inhalt bei Suchmaschinen entfernen lässt. Google bietet hierfür ein Formular an.
https://support.google.com/websearch/contact/content_removal_form

- Sollten alle Stricke reißen, können Sie jederzeit eine Strafanzeige erstellen.
Der Veröffentlichungsort ist unbekannt
Wenn der Verdacht besteht, dass intime Bilder oder Videos im Internet kursieren, aber der genaue Ort nicht bekannt ist, sind aktive Maßnahmen sehr schwierig. Sie können sich aktiv auf die Suche nach dem Ort der Veröffentlichung machen und dann die im vorherigen Abschnitt beschriebenen Schritte befolgen. Es gibt aber auch Dienste, die sich genau dieses Problems angenommen haben.
Die Dienste Take It Down (für Minderjährige) und StopNCII (für Erwachsene) versuchen, das Problem in den Griff zu bekommen. Auf den jeweiligen Webseiten werden lokal verschlüsselte Daten (Hashes) der unerwünschten Aufnahmen erstellt, die dann von teilnehmenden Unternehmen wie Facebook, Instagram und Co. mit Bildmaterial ihrer Seiten abgeglichen werden können. So können gezielt Inhalte erkannt und deren weitere Verbreitung verhindert werden. Der genaue Ablauf wird in den jeweiligen Artikeln zu Take It Down und StopNCII ausführlich erklärt.
Tipp: https://www.internet-beschwerdestelle.de/
Die einzigen Einschränkungen sind, dass trotz der Teilnahme großer Gruppen die Anzahl begrenzt ist und dass bei einem Hash-Match eine manuelle Überprüfung erfolgen muss, was sehr lange dauern kann.
Vorsicht ist besser als Nachsicht
Wie der Artikel zeigt, gibt es durchaus Möglichkeiten, sich gegen die unerwünschte Verbreitung privater Bilder zu wehren. Allerdings vergisst das Internet selten und einmal geteilte Inhalte können unerwartet wieder auftauchen. Es ist daher ratsam, bei der Veröffentlichung von Bildern im Internet immer einen Moment innezuhalten und über die mögliche Langzeitwirkung nachzudenken. Letztendlich ist die sorgfältige Überlegung, was wir im Internet teilen, der sicherste Weg, um zu vermeiden, dass wir später Zeit und Ressourcen aufwenden müssen, um einmal geteilte Inhalte wieder zurückzuholen. So bleibt uns mehr Raum, die positiven Aspekte des Internets voll auszuschöpfen, ohne unerwünschte Spuren zu hinterlassen.
Ich finde es schlimm wie schnell Menschen oder auch Ermittler im Intetnet über jemanden ein Urteil fällen und man dann als krank,asozial oder pervers gilt,obwohl man vielleicht etwas beizutragen das gewisses Material aus dem Internet gelöscht wird. Ich denke es gibt sehr viele Menschen die gerne helfen möchten aber einfach zu schnell beurteilt werden und das der Grund ist warum sie es dann doch nicht tun. Wenn man eigentlich echt helfen möchte und sich für jemanden ausgibt der man aber in Wirklichkeit nicht ist,sonst gelangt man ja nicht an irgendwelches Material das man sich ansehen kann das einem eigentlich zu wider ist. Ich denke mal irgendwelche Ermittler oder Polizisten werden es genauso machen müssen. Man muss eigentlich nur Spezifische Wörter eingeben und manche Browser vermitteln dich zu Gewissen Seiten. Ich bin selbst Übersicht wie viel einem manchmal angeboten wird. Wieso kann die Bundesregierung und das Bundeskriminalamt nicht einfach diese Seiten aufrufen und dann löschen? So wär doch vielen ziemlich schnell geholfen und die Gefahr der Versuchung würde gar nicht stattfinden. Ich denke so wären die allermeisten ziemlich gut geschützt. Aber klar, wer so etwas immer anschauen möchte der wird es auch irgendwie schaffen. Ich war auch der Meinung man könnte etwas zum besseren Schutz der Allgemeinheit beitragen, musste aber ziemlich schnell erkennen das dem nicht so ist. Das ist meiner Meinung nach auch der Hauptgrund warum dann viele einfach lassen weil sie nur fertiggemacht werden. MfG